Der Uhu in der Arztpraxis.
Der Uhu in der Arztpraxis. Foto: Franz Lambert

... konnten schwerwiegende Verletzungen ausgeschlossen werden. Der Vogel hatte sich allerdings einige Hämatome unter einer Schwinge zugezogen. Er wurde gefüttert und zur weiteren Beobachtung in der Tierarztpraxis belassen. Als sich aber herausstellte, dass der Vogel noch länger beobachtet werden sollte, kam die Kreisgruppe des Naturschutzbundes (NABU) Wolfenbüttel ins Spiel.

 

Wiederholt hatte Franz Lambert mit seiner Frau Alice verletzte Wanderfalken, die seit einiger Zeit in Wolfenbüttel ansässig sind, nach Leiferde, in das Artenschutzzentrum des NABU zur Pflege gebracht.

 

Diesmal musste also ein großer Karton besorgt werden, um den Uhu sicher transportieren zu können. Der Verein steht jetzt mit dem Artenschutzzentrum in Kontakt, um zu erfahren, wann das Tier wieder in die freie Wildbahn entlassen werden kann.

 

Uhus können in der Natur ein Lebensalter von rund 25 Jahren erreichen. Gefährdet sind sie beispielsweise durch illegale Tötungen, Stacheldraht, Freizeitaktivitäten des Menschen in ihren Brutrevieren und auch durch natürliche Feinde.

 

Da der Uhu beringt war, wurde auch die Staatlichen Vogelschutzwarte auf Helgoland kontaktiert. Der NABU erhofft sich nun, weitere Informationen über die Herkunft des Vogels zu erhalten.

Die Uhukrallen.
Die Uhukrallen. Foto: Franz Lambert