Verletzter Uhu zum

NABU-Artenschutzzentrum Leiferde gebracht

Neueste Nachricht aus dem NABU-Artenschutzzentrum Leiferde:

"dem Uhu geht es gut, er ist noch bei uns und muß seine Hämatome abbauen. Er friß ohne Probleme und wurde auch schon entwurmt. Meines Erachtens ist es ein Männchen, Alter adult, mehr kann ich zum Alter nicht sagen."

Bärbel Rogoschik, Leiterin NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, 27. November 2017

Fotos: Franz Lambert

Da staunte unser langjähriges NABU-Mitglied Franz Lambert nicht schlecht - er wurde von Tierarzt Dr. Jürgen Brinkmeier aus Wolfenbüttel angerufen, weil bei diesem ein verletzter Uhu abgegeben worden war.

 

Der Vogel war gefangen, in einem Zaun einer Pferdekoppel bei Sickte gefunden worden. Bei dem Versuch ihn zu befreien, versuchte er davonzufliegen und fiel dabei unglücklicherweise in einen nah vorbeifließenden Bach. Von dort wurde er vollkommen durchnässt aufgegriffen und zu Dr. Brinkmeier gebracht.

 

Der NABU bedankt sich ganz herzlich bei der beherzt eingreifenden "Finderin" des Uhus für ihr Engagement für die Natur!

 

Bei der nun folgenden Röntgenuntersuchung konnten schwerwiegende Verletzungen ausgeschlossen werden. Der Vogel hatte sich allerdings einige Hämatome unter einer Schwinge zugezogen. Er wurde gefüttert und zur weiteren Beobachtung in der Tierarztpraxis belassen. Als sich aber herausstellte, dass der Vogel noch länger beobachtet werden sollte, kam die Kreisgruppe des Naturschutzbundes (NABU) Wolfenbüttel ins Spiel.

 

Wiederholt hatte Franz Lambert mit seiner Frau Alice verletzte Wanderfalken, die seit einiger Zeit in Wolfenbüttel ansässig sind, nach Leiferde, in das Artenschutzzentrum des NABU zur Pflege gebracht.

 

Diesmal musste also ein großer Karton besorgt werden, um den Uhu sicher transportieren zu können. Der Verein steht jetzt mit dem Artenschutzzentrum in Kontakt, um zu erfahren, wann das Tier wieder in die freie Wildbahn entlassen werden kann.

 

Uhus können in der Natur ein Lebensalter von rund 25 Jahren erreichen. Gefährdet sind sie beispielsweise durch illegale Tötungen, Stacheldraht, Freizeitaktivitäten des Menschen in ihren Brutrevieren und auch durch natürliche Feinde.

 

Da der Uhu beringt war, wurde auch die Staatlichen Vogelschutzwarte auf Helgoland kontaktiert. Der NABU erhofft sich nun, weitere Informationen über die Herkunft des Vogels zu erhalten.

Die Uhukrallen.
Die Uhukrallen. Foto: Franz Lambert