Fotos: Cornelia Schilling
Die Treckertour unter Leitung von Ralf Isensee und mit Marco Jede als Verstärkung war eine rundum gelungene Veranstaltung. Dankenswerterweise hatten sich zwei Fahrer für den Trecker und einen Unimog gefunden, die die rund 35 Teilnehmer der Treckertour sicher und souverän auf ihren Wagen durch das Große Bruch steuerten. Die Veranstaltung, für die eine Anmeldung erforderlich war, war in kürzester Zeit ausgebucht. Eine Warteliste war ebenso in kürzester Zeit dermaßen voll, dass wir uns entschlossen, einen zweiten Wagen fahren zu lassen.
Ausgerüstet mit Ferngläsern konnten neben Kibitzen, Rot- und Schwarzmilanen auch etliche Rebhühner, Störche, Neuntöter - aber auch Schwarzkehlchen gesichtet werden.
Fotos: Katja Erbs und Cornelia Schilling
Wir hatten wieder zur Biotoppflege aufgerufen. Zehn engagierten Menschen kamen trotz eisiger Temperaturen zusammen, um eine Hecke, die vor etlichen Jahren gepflanzt wurde, von Kanadischem Wein, einem Gartenflüchtling, der sich massiv in der Hecke ausgebreitet hat, zu befreien.
Im Landschaftsschutzgebiet Nördliche Okeraue im Norden von Wolfenbüttel haben wir seit 1988 ein Grundstück von der Stadt gepachtet, um es für den Naturschutz zu entwickeln und zu bewahren. Die sogenannte Moorwiese ist ein wertvolles Verbreitungsgebiet für seltene Pflanzen wie beispielsweise die Gelbe Wiesenraute, das Nordische Labkraut und den Großen Wiesenknopf. Sie wird nur einmal im Jahr spät gemäht, wodurch sich die Pflanzen immer wieder aussamen und verbreiten können.
Am Rand der Fläche hatten wir schon vor vielen Jahren eine Hecke mit einheimischen Gehölzen wie Pfaffenhütchen, Weißdorn- und Holunderbüsche gepflanzt. Diese bietet nicht nur wertvollen Lebensraum sowie Nahrung für zahlreiche Vögel, Insekten und Kleinsäuger, sondern belebt auch das Landschaftsbild. Mit den Jahren wurden die Gehölze jedoch massiv überwuchert. Damit diese wieder austreiben können, wurden die Schlingpflanzen noch vor Beginn der Brut- und Setzzeit entfernt. Wir bedanken uns beim Grünflächenamt der Stadt Wolfenbüttel für das anschließende Entsorgen des Grünschnitts.
Tatkräftige Unterstützung für die Streuobstwiese Kirschenberg
Kalt, klar und windstill: Bei schönstem Wetter kamen zehn Mitstreiter zusammen
Hornburg. Regelmäßig ruft der NABU (Naturschutzbund) Kreisgruppe Wolfenbüttel seine Mitglieder auf, sich an den Pflegearbeiten für die Streuobstwiese zu beteiligen. Denn der, für die biologische Artenvielfalt so wichtige Ort, ist durch die natürliche Sukzession immer wieder vom Verbuschen bedroht.
Durch den Verzicht auf Pestizide und künstliche Düngung ist der Unterwuchs von Streuobstwiesen artenreich in Bezug auf das Grünland und ein wahres Paradies für Insekten. Zahlreichen Wildbienen, Käfern, Schmetterlingen und Spinnen kommen die unterschiedlichen Strukturen des Baumbestands und der offenen und besonnten Bereiche zu Gute. Durch den gezielten Verbleib von abgestorbenen oder im Prozeß des Absterbens sich befindlichen alten Bäume profitieren Fledermäuse ebenso wie Hornissen oder auch höhlenbewohnende Vogelarten. Im Verbund hiermit, werden durch die offenen und besonnten Bereiche der extensiv gepflegten Fläche, Strukturen erhalten, die vielen verschiedenen Arten einen wichtigen Lebensraum bieten.
Als altes Kulturlandschaftselement ist die Wiese zu jeder Jahreszeit ein Ort der Entschleunigung und bietet immer wieder mit seinem Blick auf den Brocken einen wunderschönen Moment des Innehaltens.
Die gut drei Hektar große Streuobstwiese Kirschenberg wird seit fast 40 Jahren von der NABU-Kreisgruppe Wolfenbüttel gepachtet und gepflegt. Knapp 300 Obstbäume alter Sorten und unterschiedlichen Alters stehen auf der Fläche. Wer Interesse hat, sich zukünftig an der Pflege zu beteiligen, wendet sich bitte unter [email protected] an den Verein.
Fotos: Katja Erbs
Die Heckenreihe am asphaltierten Weg zwischen dem Forstweg und Schäferbrücke wurde von uns im Jahr 1992 gepflanzt und in den letzten Jahren von einem so genannten Gartenflüchtling, dem Wilden oder Kanadischen Wein, teilweise überwuchert. Mit dem Resultat, dass manche der Pfaffenhütchen, Weißdorn- und Holunderbüsche schon unter der Last der Schlingpflanzen abgebrochen sind.
So haben wir mit zehn engagierten Menschen diese Schlingpflanzen entfernt und die Wurzeln aus dem Boden gezogen. Ein mannshoher Haufen ist so entstanden, der freundlicherweise vom Grünflächenamt der Stadt Wolfenbüttel entsorgt wird.
Da wir die Heckenreihe noch nicht komplett befreien konnten, werden wir im Winter hier noch einen zweiten Einsatz planen.
Der zweite Teil der Biotoppflege fand im hinteren Bereich der Pachtfläche statt.
Eingerahmt von alten Weiden und Pappeln gibt es eine ausgedehnte Röhrichtfläche. Hier wurde, natürlich mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde, auf einem kleinen Teil das Röhricht abgemäht und mit Hilfe der Aktiven das Schnittgut zur Seite geschafft und vom Müll befreit.
Schon länge Zeit entwickelte der Vorstand der NABU Kreisgruppe die Idee, in der Okeraue ein stehendes Gewässer zum Amphibienschutz zu schaffen und damit die Biodiversität der Okeraue zu verbessern.
Diese Idee soll nun umgesetzt werden. Im nächsten Schritt beantragen wir bei der Umweltbehörde dann diesen Bereich zu vertiefen.
Fotos: Cornelia Schilling
Bei mildem Herbstwetter trafen sich etliche Familien und Mitglieder auf Einladung von NAJU und NABU, um einen schönen Tag rund um Themen wie Igel, Apfel und Streuobstwiese zu verbringen.
Wir beteiligten uns an der landesweiten NAJU-Aktion, dem "Igeloktober". Dabei wurden Igelburgen selber gebaut, die anschließend mit in den eigenen Garten genommen werden durften, das Igel-Quiz gelöst und ganz nebenbei auch allerlei Fragen zum Igel beantwortet.
Viele Äpfel wurden gepflückt und diese selber anschließend zu leckerem Saft gepresst. Nistkästen wurden gesäubert und erklärt, warum die Streuobstwiese ein wichtiges Biotop für eine Vielzahl von verschiedenen Arten ist. Alle Besucher waren sich anschließend einig, dass man gemeinsam eine schöne Zeit hatte, um sich kennenzulernen und gegenseitig auszutauschen. Das Herbstfest soll auch im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder stattfinden.
Fotos: Cornelia Schilling
Dr. Martin Bollmeier führte uns auf einer Wanderung durch den Liebenburger Wald. Rund 25 TeilnehmerInnen erfuhren Wissenswertes über die Bestimmung, Verwendung und viel weiteres Interessantes der dort vorkommenden Bäume und Sträucher.
So können die Ahornarten: Berg-, Spitz, und Feldahorn anhand von den Merkmalen Blattshilouette oder auch der Knospenfarben unterschieden werden. Auch auf die Verwendung der verschiedenen Holzarten wurde eingegangen. Zu guter Letzt wurden die Teilnehmer noch von der herauskommenden Sonne belohnt, die die Herbstfarben zum Leuten brachte.
Fotos: Katja Erbs
Wir hatten zu einer Vogelstimmenwanderung bei Isingerode geladen. Ornithologe Christof Bobzin aus Braunschweig führte die gut 20 Teilnehmer sachkundig um den nördlichen Kiesteich. Begleitet u.a. von
der Stimme der Nachtigall - diese führte ihre sogenannte Schluchzstrophe vor - der Dorngrasmücke und des
Zilpzalps - dieser singt seinen Namen - ging es am frühen Vormittag bei strahlendem Sonnenschein um den Teich. Auch der Wendehals, die Turteltaube und die Grauammer, immerhin alles Rote-Liste-Arten (Turteltaube und Grauammer sogar „vom Aussterben bedroht“) konnten gehört werden, die fortgeschrittene Belaubung der Vegetation erlaubte jedoch leider keine Beobachtung. Gruppen von Haubentauchern konnten mit dem Fernglas auf dem Wasser beobachtet werden und im angenzenden Auwald wurde der Pirol mit seinem schönen Gesang gehört. Einen Höhepunkt bildete für die Gruppe gegen Ende der Veranstaltung die Beobachtung eines Baumfalken in den nahen Baumwipfeln.
Foto: Dr. Ruth Areli García-León

Am 10. April 2025 besuchten DAAD-SDG-Studierende aus Indien und Nepal in Zusammenarbeit mit der NABU-Kreisgruppe Wolfenbüttel das Amphibienschutzgebiet am Asseweg in Wittmar (Samtgemeinde Elm-Asse). Der NABU (Naturschutzbund Deutschland), der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands, hieß die Studierenden mit einem spannenden Überblick über seine Arbeit im Bereich Biodiversitäts- und Lebensraumschutz willkommen. Dr. Martin Erbs, Katja Erbs und Jörg Platzer vertraten den NABU während des Besuchs und führten die aufschlussreiche Exkursion an. Begleitet wurden die Studierenden von Dr. Ruth Areli García-León, Projektkoordinatorin des DAAD-SDG-Partnerschaftsprojekts "Implementation of the Sustainable Development Goals – India, Nepal and Germany".
Die Studierenden erfuhren mehr über die Mission des NABU – vom Schutz bedrohter Arten bis hin zur Förderung nachhaltiger Infrastruktur und politischer Entscheidungsprozesse – und erhielten dabei einen eindrucksvollen Einblick in bürgerschaftliches Engagement für den Umweltschutz. Ein Höhepunkt des Besuchs war die Besichtigung eines sorgfältig gepflegten Teichökosystems und des neu installierten, fest verbauten Amphibienleitsystems, das Landtieren wie Kröten, Fröschen und Molchen ganzjährig eine sichere Passage ermöglicht. Dieses System, das sich in der Nähe der ehemaligen Salzbergbauteiche befindet, leitet Amphibien und andere Kleintiere zu mehreren unterirdischen Tunneln und bewahrt sie so vor gefährlichen Straßenüberquerungen.
Hier geht es zum vollständigen Text:
https://ostfalia.de/cms/de/r/detail/news/237ed9a8-2581-11f0-ac6f-d96edd3be9f9
Fotos: Katja Erbs
Schon seit einigen Jahren setzen wir uns für den Schutz für eines der seltensten Säugetiere Europas ein. Einen lebenden Feldhamster haben aber die meisten von uns nie zu sehen bekommen.
Der Vorstand der NABU Kreisgruppe Wolfenbüttel ist daher gerne der Einladung der AG Feldhamsterschutz Niedersachsen e.V. gefolgt. Hier wurde im letzten Jahr eine Zuchtstation aufgebaut und die ersten Nachzuchten dieser quirligen Nager wurden groß gezogen.
Es war für uns ein besonderes Erlebnis diese Tiere zu beobachten! Wie geschickt sie an den Käfigstangen klettern, wie viele Karottenscheiben in die Backentaschen passen oder wie verschlafen sie aus ihrem Strohnest schauen.
Wir haben sehr viele spannende Informationen über den Hintergrund der Station bekommen und sagen herzlichen Dank an Nina Lipecki für den interessanten Nachmittag und wünschen der Feldhamsterzuchtstation weiterhin viel Erfolg!
Wir drücken den jungen Hamstern alle Daumen für die anstehende Auswilderung und das gefährliche Leben in freier Wildbahn!
Siehe auch:
Fotos: Cornelia Schilling

Wir hatten unsere Mitglieder und Interessierte zur Biotoppflege auf die seit über 35 Jahren in Pacht befindliche Streuobstwiese Kirschenberg bei Hornburg geladen.
Seit rund 18 Jahren wird die Fläche von einem Schäfer mit seiner Schafherde beweidet. Jedoch werden dornige oder auch härtere aufwachsende Büsche von den Schafen nicht gefressen. Damit die Wiese nicht zunehmend verbuscht, wird deshalb regelmäßig "entkusselt", d.h., dass diese Pflanzen mit der Kreuzhacke möglichst tief aus dem Erdreich entfernt werden.
Obstwiesen sind ein wichtiger Lebensraum für charakterische Tierarten, die nicht auf andere Flächen ausweichen können und daher vom Aussterben bedroht sind. Zusätzlich sind sie mit ihren umfangreichen Blütenflächen eine wichtige Bienen- und Insektenweide.
Im Anschluss kehrten die Ehrenamtlichen noch gemeinsam in einer nahen Gastwirtschaft zu einem gemütlichen Abschluss ein.
Fotos: Benjamin Schilling
Bis kurz vorher hatten wir noch überlegt, ob wir die Feier im Vereinsheim durchführen sollten...
Aber: Das Wetter hatte mitgespielt und so konnten wir die Feier im Garten ausrichten.
Wir freuen uns, dass wir so viele geladene Gäste und auch Mitglieder im Schrebergarten des Kleingartenvereins Rote Schanze begrüßen durften. Unsere Landrätin Christiana Steinbrügge, die stellvertretende Bürgermeisterin Ghalia El Boustami und auch unser NABU-Landesvorsitzende Dr. Holger Buschmann hatten Ihre Teilnahme zugesagt. Ihre Grußworte leiteten die die Feier ein.
Dabei wurde unsere Arbeit der vergangenen 75 Jahre für den Naturschutz in Stadt und Landkreis gewürdigt.
Nach den Grußworten wurde sich rege ausgetauscht, die Festschrift verteilt und Erinnerungen an vergangene Zeiten lebendig.
Der Kaffee- und Kuchenstand von Ralf Isensee und auch ein vegetarisches Buffet luden nebenbei zur Stärkung ein.
Unser ganz besondere Dank geht an alle HelferInn und UnterstützerInnen, die die Ausrichtung der Feier möglich machten!
Fotos: Katja Erbs
Als Auftaktveranstaltung zu unseren Jubiläumsfeier hatten wir unsere Mitglieder und die Öffentlichkeit in den Filmpalast in Wolfenbüttel eingeladen.
Unser langjähriges Mitglied Prof. Georg Rüppell und seine Frau, Dr. Dagmar Hilfert-Rüppell, hatten vor nicht allzu langer Zeit Ihren Film "Im Land der Auen - Die Oker" fertiggestellt und auch schon veröffentlicht.
Dankenswerter Weise haben Sie uns den Film präsentiert, eine Einführung gegeben und standen auch anschließend noch zur Verfügung, um Fragen aus dem Publikum zu den wunderschönen Naturaufnahmen aber auch zur Entstehung des Films zu beantworten.
Dem NDR in Hamburg danken wir vielmals für die Möglichkeit, dass wir den Film kostenlos zeigen durften.
Die Veranstaltung war sehr gut besucht und die Gäste nahmen die anschließende Möglichkeit, Fragen zu zu stellen, rege wahr.