Jahresrückblick und Tätigkeitsbericht 2025

Biotoppflege und weitere Arbeitseinsätze

Im Jahr 2025 wurden von den Aktiven unserer Kreisgruppe etliche Arbeitseinsätze zur erforderlichen Pflege unserer Pachtflächen und der Brutkästen durchgeführt.

Streuobstwiese Kirschenberg: Das Schnittgut vom Obstbaumschnitt musste von der Fläche geholt werden und der Zaun musste ertüchtigt werden, damit die Rehe nicht darüber hinwegspringen und sich verletzten. Die nachgepflanzten Obstbäume mussten im trockenen Frühjahr etliche Male bewässert werden.

Auf dem Teichgrundstück in Wittmar fanden mehrere Arbeitseinsätze und weitere Termine zur Flächenpflege sowie Verkehrssicherung (unsichere und umgestürzte Bäume) sowie zur naturnahen Umgestaltung statt.

Auch in diesem Jahr war der vom LPV-Wolfenbüttel e.V. veranstaltete und von Sabine Fortak geleitete und uns begleitete Obstbaumschnittkurs auf unserer Streuobstwiese Kirschenberg ausgebucht.

In der ehemaligen Wölky-Kiesgrube bei Isingerode wurden bei mehreren Einsätzen invasive Arten wir Goldrute, Ackerbeere und Amerikanische Traubenkirsche entfernt. Ebenso wurden nachwachsende Birken und Pappeln gefällt und zum Teil abgeschoben.

Auf unserem Grundstück Moorwiese im Norden von Wolfenbüttel wurde ein Teil des Röhrichts entfernt, um ein Gewässer für Amphibien anzulegen. Dieses im Rahmen eines bewilligten Projektantrages der Curt Mast Jägermeister Stiftung in Zusammenarbeit mit der Loki Schmidt Stiftung. Bei weiteren Einsätzen wurde die Kanadische Weinrebe zurückgedrängt, die die Hecken überwuchert.

Auf unserem Storchennest bei Fümmelse/Groß Stöckheim hat sich ein Paar auf dem Nest eingefunden – allerdings noch ohne Nachwuchs.

Mittwochs treffen wir uns weiterhin regelmäßig mit einer stetig wachsenden Gruppe von Aktiven im Schrebergarten des KGV Rote Schanze e.V., um den Naturgarten weiterzuentwickeln.

 

Artenschutz:

Im Auftrag des Landkreis Wolfenbüttel übernahmen wir wieder die Ausgabe von kostenlosen Schwalben-Nisthilfen in Wolfenbüttel Stadt und Haverlah.

Wir vergaben im Landkreis einige Schwalbenplaketten mit dazugehöriger Urkunde.

Wieder haben zahlreiche Aktive des NABU im zeitigen Frühjahr bei der Erfassung der Rebhuhnvorkommen mittels Klangattrappen im Landkreis Wolfenbüttel mitgeholfen.

Nach jahrelanger Vorplanung wurde die stationäre Leitanlage in Wittmar am 4. April 2025 mit geladenen Gästen aus Naturschutz, Verwaltung, Politik, Stiftungen und Vereinen, sowie der ausführenden Baufirma eingeweiht.

Obwohl noch Restarbeiten zu erledigen waren, konnte die Amphibienschutzgruppe die Funktionalität der Leitanlage erfreulicherweise bereits während der Amphibienwanderung im Frühjahr 2025 feststellen. Kleinere Veränderungen und Nachbesserungen konnten von der Baufirma noch während der Wanderung durchgeführt werden.

Leider mussten wir zu Beginn der Wanderung beobachten, dass vor allem die Molche extrem dünn und sehr geschwächt aus dem Wald an der Leitanlage ankamen und zum Teil entkräftet starben. Wir vermuten, dass die außergewöhnliche Trockenheit im Dezember und Januar dies verursacht hat. Damit die Tiere schnell ins Laichgewässer gelangen, haben wir sie eingesammelt und direkt ins Wasser gesetzt.

Am 3. Mai 2025 hatten wir dann auf dem Teichgrundstück zu einer internen Einweihungsfeier mit den aktuellen und ehemaligen Amphibiensammlerinnen und Amphibiensammlern eingeladen.

Bei der Kartierung von Feldhamstern im LK Wolfenbüttel und den angrenzenden Landkreisen unterstützten wir die ÖNSA personell.

Die Beobachtung der Wanderfalken in der Hauptkirche ist von Jörg Platzer mit Hilfe von drei weiteren Personen übernommen worden. Seit drei Jahren ist die Beobachtung mangels Kamera stark eingeschränkt. Die Neueinrichtung dauert aufgrund geringer Kameraerfahrung und zeitl. Resourcen sowie technischer Überraschungen sehr lange. Dabei ist zu berücksichtigen, dass wegen des umfangreichen Aufstiegs mind. 2,5 Stunden pro Besuch des Falkenkastens einzuplanen sind.

Mit der Idee Kiebitz Nester zu schützen, starteten wir mit der UNB ein Pilotprojekt. Wir beobachteten Balzverhalten der Vögel und kartieren daraufhin die Nester der Bodenbrüter. Ein Landwirt, der die Fläche bewirtschaftet konnte so die Bearbeitung um die Gelege aussparen und erhielt als finanziellen Anreiz pro Nest eine Prämie von 50 €. Auf diese Weise konnten vier Nester geschützt werden. Es werden aktuell weitere Maßnahmen geplant, die auch den Schutz vor Nesträubern einbeziehen sollen.

Es wurde einige Male nach Leiferde zum NABU-Artenschutzzentrum gefahren, um verletzte Vögel abzuliefern.

 Wir haben uns an der Kartierung von Bibervorkommen in der nördlichen Okeraue beteiligt.

 Wir berieten Vertreter der Ostfalia zum Thema Vogeltod durch Verglasung von Gebäudefronten.

 

Beteiligungen, Informationen und Kontakte:

Wir haben am Treffen des Runden Tisch der Pilotregion Peine-Wolfenbüttel im Rahmen des Niedersächsischen Weges teilgenommen.

Wir beteiligten uns mit Infoständen am Info- und Vernetzungstreffen der Stadt Wolfenbüttel zum Thema Klimaschutz und haben am zeitgleich stattfindenden „Grünen Tisch“ von der Curt-Mast-Jägermeister Stiftung und der Loki-Schmidt-Stiftung teilgenommen und dort einen PPP-Vortrag zu unserem geförderten Projekt: der Streuobstwiese Kirschenberg gehalten.

 Wir haben am Treffen der diesjährigen Elm-Kommission mit Waldbegehung teilgenommen.

 Wir beteiligten uns an Treffen mit der Stadt Wolfenbüttel und weiteren Akteuren aus dem Umweltschutz zum Thema „Kommune Biologische Vielfalt“ und mit einem Stand am Wolfenbütteler Umweltmarkt.

 Wir haben Kontakt zur Ostfalia und beteiligten uns mit einem Stand an deren „Markt der Möglichkeiten“.

 Eine Gruppe Internationaler Studierender der Ostfalia nahmen im April an einer Führung zumThema „Ehrenamtlicher Artenschutz“ an der stationären Leitanlage in Wittmar teil.

 Wir beteiligten uns am Treffen des Landkreis Wolfenbüttel zum Thema Moor-Renaturierung „Großes Bruch“ in Hedeper.

 Wir beteiligten uns an einer öffentlichen Veranstaltung zum geplanten Radschnellweg nach Braunschweig im WOW!.

 Wir beteiligten uns an zwei am Treffen des Lk Wolfenbüttel zum Thema Klimalandschaften und Agroforst.

 Wir besuchten die Aufzuchtstation für Feldhamster im Süden Hannovers.

 Wir beteiligen uns an den Sitzungen des LPV Wolfenbüttel und waren als Kassenprüfer tätig.

 Wir berieten den KGV Katzenmeer zur Anlage einer Blühwiese und berieten den WSV zur naturnahen Anlage ihres Vereinsgeländes. Dort überreichten wir auch fünf Nistkästen für das weiträumige Gelände, die gleich gut angenommen wurden.

 Wir nahmen an den Vorstandssitzungen des ZUM teil, halten so den Kontakt zu den anderen in Wolfenbüttel ansässigen Umweltverbänden und beteiligen uns an der monatlichen Besetzung der Öffnungszeiten.

 Wir trafen uns anlässlich der Wiedereröffnung des Redaktionsbüros der WZ mit deren Vertretern und hatten daran anschließend ein Treffen, um unsere Anliegen bezüglich unserer Sichtbarkeit für die Öffentlichkeit genauer darlegen zu können.

 

Stellungnahmen/Pressemitteilungen:

 Benno Gries ist der Vertreter für unsere Verfahrensbeteiligungen. Im Jahr 2025 waren wir in 14 Verfahren beteiligt. Es wurde sich an acht Verfahren neu beteiligt, zwei wurden abgeschlossen. Es handelt sich um Widerspruchsverfahren, Beteiligungen bei Bebauungsplänen, Planfeststellungsverfahren und Raumordnungsplänen, allesamt im Namen des Landesverbandes. Betroffen waren in sieben Fällen Windenergieanlagen, in zwei Fällen Freiflächensolarflächen, in je einem Fall der Radschnellweg WF-SZ-BS, das Zwischenlager Asse, zwei Raumordnungspläne und zuletzt eine Wasserstoffleitung sowie die 380kV-Hochspannungsleitung. In allen Fällen war es notwendig, dafür zu sorgen, dass der gesetzlich vorgesehene Arten-, Umwelt- und Landschaftsschutz durchgesetzt wird. Wir haben erreicht, dass das Genehmigungsverfahren für das Zwischenlager (Asse) vom Ministerium aus Risikogründen abgetrennt wurde.

 Im vergangenen Jahr wurden von uns Pressemitteilungen zu folgenden Themen abgegeben und veröffentlicht: Unsere Arbeiten an der Moorwiese Das Jahresabschlussfest im Kleingarten der NAJU

 Katja Erbs betreibt unseren Instagram-Kanal und veröffentlichte 43 Beiträge.

 Die Homepage wird regelmäßig aktualisiert

 

Beantwortung von Anfragen aus der Bevölkerung:

 Wir beantworteten wieder etliche Anfragen, telefonisch und per Mail, zu verletzten oder scheinbar verlassenen Vögeln und anderen Tieren, gefällten Bäumen oder auch entfernten Hecken.

 

NAJU:

Leitung: Andrea Onkes

Durchführung der Wochenendaktionen: Melanie Bänsch mit Unterstützung von Andrea Onkes, Margit Bichelmeier und Nikola Kügler.

Leitung der Dienstagsgruppe: Melanie Bänsch und Margit Bichelmeier mit Unterstützung von Nikola Kügler

 Insgesamt 36 Treffen, das ganze Jahr hindurch (außer in den Ferien).

 Vier Jahreszeitenfeste, Frühling und Winter NAJU intern inkl Freunde und Familie, Sommer und Herbst geöffnet für alle (Themen: „Frühlingserwachen“, „Gartenkrimi lösen“, „Apfelzauber auf der Streuobstwiese“, „Jahresabschlusswichteln“)

 Es gab 6 Wochenendaktionen der NAJU mit verschiedenen Schwerpunkten mit hoher Beteiligung, teilweise 30 Personen, da die gesamten Familien Lust hatten teilzunehmen (z.B. Kanutour auf der Oker mit Müllsammelaktion, Heilkräuter verarbeiten usw.). Alle haben stattgefunden.

 Gemeinschaftsaktionen mit anderen NAJU-Gruppen der Region:

- Schoduvel (mit Schöppenstedt und Salzgitter)

- NAJU Ferienerlebniswoche (mit Salzgitter)

- Ausflug ins NABU-Artenschutzzentrum (mit Salzgitter)

- NAJU-Sommercamp in der Asse für ein Wochenende (mit Schöppenstedt und Salzgitter)

Neue NAJU-Kinder sind dazu gekommen, Gruppe ist voll mit kleiner Warteliste, 16 Kinder sind angemeldet für die Dienstagsgruppe, durchschnittlich 9 Kinder sind jede Woche anwesend gewesen.

 

Exkursionen, Führungen und Vereinsleben:

Die Jahreshauptversammlung unserer Kreisgruppe fand am 13. März 2025, in der Lindenhalle der Stadt Wolfenbüttel statt.

Wir veranstalteten 3 Exkursionen, 2 Vorträge und 2 Feste. 1 weiterer Vortrag musste aus persönlichen Gründen des Referenten abgesagt werden.

Wir nahmen an der Regionalkonferenz in Northeim teil.

Vier Vorstandsmitglieder und ein weiteres Mitglied nahmen an der Landesvertreterversammlung in Hitzacker teil.

Der Vorstand traf sich 11-mal zu Vorstandssitzungen.

Wir nahmen an einer Schulung des Landesverbands zum Umgang mit telefonischen Anfragen teil. Unsere telefonische Erreichbarkeit haben wir inzwischen massiv reduziert auf Mo – Do: 9 – 16 Uhr und Fr: 9 – 13 Uhr.

Wir haben 2479 Mitglieder. Zum Vergleich: im Jahr 2025 hatten wir noch 2052 Mitglieder. Durch unsere verbandseigene Werbung konnten 16 neue Mitglieder hinzugewonnen werden und zu Beginn des Jahres wurde noch wieder eine Mitgliederwerbeaktion in unserem Landkreis durchgeführt.

 

Cornelia Schilling im März 2026

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