Fotos: Cornelia Schilling
Zwei Jahre zuvor hatte der NABU auf einer Streuobstwiese zwischen Fümmelse und Groß Stöckheim ein Storchennest errichtet. Dieses war mit Spendengeldern, die beim 24-Stunden-Sponsorenlauf 2023 der Schule erlaufen wurden, finanziert worden. Schon im Folgejahr konnte ein Storchenpaar auf dem Nest gesichtet werden und in diesem Jahr wurde erstmals ein Bruterfolg festgestellt.
Cornelia Schilling, Vorsitzende der Kreisgruppe des NABU Wolfenbüttel, begrüßte die Gruppe und Ralf Isensee, der Storchenbeauftragte und Beisitzer der Kreisgruppe, beantwortete geduldig die vielen Fragen der Schüler. So wurde Wissenswertes über die Art der Beringung, die Zugrouten und die Fütterung durch die Elterntiere vermittelt.
Voller Begeisterung konnten die Schüler nun drei Jungstörche durch das Spektiv des NABU beobachten. Während der unberingte Storchenvater die Lage ruhig sicherte, schaute der Nachwuchs neugierig über den Nestrand.
Bei dem Weibchen, dass gerade unterwegs war, handelt es sich um „Nelia“, die 2023 in Hedeper von Ralf Isensee beringt worden war.
Ein besonderes Anliegen war ihm, die Gruppe auf die Gefährdung der Störche durch Gummibänder hinzuweisen. Bündel von Gemüse, die mit Gummibändern zusammengehalten werden, werden häufig achtlos im Biomüll entsorgt und gelangen dadurch wieder in den Nahrungskreislauf. Sie werden dann häufig von den Tieren mit Regenwürmern verwechselt und können so für einen qualvollen Tod durch Verhungern sorgen, wenn ihnen nicht geholfen wird.
Von einem heftigen Sommerregen überrascht, wanderten die Schüler, erfüllt von den Erlebnissen, zu ihrer Schule zurück.


Der Horst war Anfang 2024 von der Kreisgruppe errichtet und anschließend schnell besetzt worden. Durch einen Sponsorenlauf der Henriette-Breymann-Gesamtschule in 2023 waren die finanziellen Mittel zur Errichtung des Horstes zusammengekommen und zur Verfügung gestellt worden. Nun hofft der NABU Wolfenbüttel, dass sich nach gut vier Wochen Brutzeit erste Jungstörche zeigen und diese erfolgreich groß und flügge werden. Das Paar gehört zu insgesamt 12 Storchenpaaren, die im Landkreis Wolfenbüttel brüten.
Fotos: Cornelia Schilling
Beim gemeinsamen Eintreffen nach der Nahrungssuche wird laut geklappert und es ist faszinierend zu beobachten, welche Vertrautheit das Paar ausstrahlt. Einer von ihnen ist beringt und Ralf Isensee, unser Storchenexperte, konnte den Ring ablesen und feststellen, dass das Weibchen am 23. Juni 2023 in Süpplingen im Landkreis Helmstedt beringt wurde. Das Männchen ist unberingt.
Wir hoffen, dass es zur Eiablage und erfolgreichem Brüten kommt - Daumen drücken!!
Insgesamt sind zur Zeit im Landkreis Wolfenbüttel 13 besetzte Storchennester zu beobachten, davon sind in Achim schon die ersten Jungvögel geschlüpft.

12. April 2024: Nach gut drei Wochen: Erste Sichtung !
Wie manche vielleicht Sonntag im Wolfenbütteler Schaufenster gelesen haben, gibt es eine erste Sichtung eines Storches auf unserem gerade aufgestellten Horst. Noch scheint er/sie aber nicht sesshaft geworden zu sein.
Wir danken Petra Trispel für die Überlassung und Erlaubnis, das Bild zu veröffentlichen.
Weitere Sichtungen können uns hier mitgeteilt werden :)

Video: Katja Erbs
Wir haben in Wolfenbüttels Nordwesten in der Nähe der Okeraue zwischen Fümmelse und Groß Stöckheim einen Mast mit Nestplattform für Weißstörche errichten lassen.
Vergangenen Montag wurde die Nisthilfe unter Leitung des NABU Beisitzers und Storchenexperten Ralf Isensee, vielen bekannt von den Storchenfreunden Hedeper, errichtet.
Nach einigen Überlegungen und diversen Gesprächen wurde ein geeigneter Platz auf dem Grundstück einer ehemaligen Gärtnerei, welche sich jetzt in Besitz der Familien
Selz und Barkschat befindet, gefunden.
Durch einen Sponsorenlauf der Henriette-Breymann-Gesamtschul
Die NABU Kreisgruppe Wolfenbüttel hofft nun, dass sich bald ein Brutpaar einfindet und so der Wappenvogel des Vereins auch in Wolfenbüttel wieder heimisch
wird.
In den vergangenen Jahren hat es wiederholt erfolgreiche Bruten der Störche im Raum Schladen, aber auch im südlichen Braunschweig gegeben. So hält auch der
hinzugezogene Weißstorchbeauftragte Georg Fiedler, der in der Region schon zahlreiche Jungstörche beringt hat, den ausgewählten Ort für vielversprechend.
Die Kreisgruppe möchte sich auf diesem Wege noch einmal bei den zahlreichen Läufern, Sponsoren und Organisatoren des Sponsorenlaufs bedanken.
Mit Unterstützung von Stefan Hille und seinen Mitarbeitern der Firma Linea Verde konnte das Projekt vor Ort umgesetzt werden. Aber auch der LSW Netz GmbH, die den
Mast bereitstellte, der Firma Heu Graf, die den Transport des 14 Meter langen Mastes nach Wolfenbüttel durchführte und den Storchenfreunden Hedeper, die den Nestkorb gebaut haben, möchte der
Verein danken.
Damit neugierige Störche das Nest besser annehmen, wurde es übrigens am Rand mit weißen Spritzern versehen. Dadurch sieht es aus der Ferne benutzt aus und wirkt für
die Vögel attraktiver.